Die Sacrower Heilandskirche damals und heute
Westberlin, Anfang der 1980er Jahre. Wir stehen an der Westseite der Glienicker Brücke. Betreten verboten. Innerdeutsche Grenze. Der Blick geht über die Havel. Die Grenze zur DDR verläuft in der Mitte des Flusses. Hinter der Linie steht an einer kleinen Bucht die Sacrower Heilandskirche. Dahinter die Mauer. Die Kirche steht im Sperrgebiet. Isoliert.
Mein Vater erzählt mir von ihrer Geschichte. Die Kirche ist nicht weit entfernt und doch unerreichbar.
40 Jahre später fuhr ich auf auf einem Ausflugsdampfer an ihr vorbei und mir kam die oben beschriebene Szene in den Sinn.

Die Grenze ist weg.

Die Kirche ist wieder erreichbar. Der Dampfer fuhr weiter. Richtung Glienicker Brücke.

Wenn Du mehr über die Geschichte der Kirche und ihre besondere Architektur erfahren willst, schaue dir —>diesen Artikel bei Wikipedia an




Herzlichen Dank, eine sehr interessante Kirche!
Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich an der schönen Kirche vorbei komme, dass die Mauer nicht mehr da ist. Gibt inzwischen einen guten Radweg dahin. Übrigens: Wenn du mit deinem Vater auf der Westseite der Glienicker Brücke standest, standest du -politisch – im Osten. Wenn man aus West-Berlin auf die Brücke kam, kam man -geografisch – aus dem Osten – oder aus der Kälte, wie die Spione von John le Carré.
Du hast natürlich recht – geografisch standen wir auf der Brücke tatsächlich im Osten.
Für uns Westberliner fühlte sich das allerdings nie so an. Osten war alles hinter der Mauer.
In unserer inneren Landkarte blieb Westberlin immer Westen – egal aus welcher Richtung man kam. 😉
Nö, lieber Richard… Westen war hinter der Mauer… 😊 wie gut, dass sie JETZT w wie weg ist…
Von Westberlin aus war alles hinter der Mauer „der Osten“. Und durch den musste man fahren, um wieder in den Westen zu gelangen. Und „der Westen“ konnte sowohl im Norden, als auch im Süden der Bundesrepublik sein – im Westen natürlich auch 😉
👍👍👍